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Scratch Day 2013 in Bochum / Hattingen

Scratch-Days

Klagenfurt-2017 (13.05.2017)Dot.png 2016 (14.05.2016)Dot.png Klagenfurt-2015 (9.05.2015)Dot.png Bochum-2015 (9.05.2015)Dot.png Klagenfurt-2014 (17.05.2014)Dot.png Siegen-2013 (18.5.13)Dot.png Bochum + Hattingen-2013 (11.5.13)Dot.png Siegen-2012 (19.5.12)Dot.png Bochum + Hattingen-2009 (16.5.09)Dot.png

Scratch@MIT Konferenzen MIT-2016 (03.8.2016)Dot.pngMIT-2014 (06.07.14)Dot.pngMIT-2012 (25.7.12)Dot.pngMIT-2010 (14.08.10)Dot.pngMIT-2008 (24.7.08)Dot.png
Europäische Scratch Konferenzen Bordeaux-2017 (18.07.2017)Dot.pngAmsterdam-2015 (15.8.2015)Dot.pngBarcelona-2013 (25.07.2013)Dot.png
WhoIsWhoInTheScratchCommunity - Versuch einer internationalen Auflistung der Scratch-Community
Gruppenfoto Teilnehmer am 11.5.2013. Dank für's Foto an: Lena Böhm
Scratch Day 2009 Expertentreffen (v.l.n.r.): Dr. Ralf Romeike, Dieter Pfenning, Martin Wollenweber, Michael Richter, Dr. Rolf Becker, Christine Gräfe, Thilo Göricke, Jens Mönig, Guido von Saint George, Markus Schlager
Gruppenfoto Teilnehmer am 11.5.2013. Dank für's Foto an: Lena Böhm

Am 11.5.2013 trafen sich rund 20 Scratch-Experten aus Deutschland und den BeNeLux-Ländern in Hattingen bei Bochum zum Erfahrungsaustausch.

Dieser, von Autoren des DACH-Scratch-Wiki organisierte alternative Scratch Day konnte neue Impulse für die “Scratch-Bewegung” liefern und war das erste bundesweite bzw. DACH+Benelux-weite Scratch-Experten-Treffen seit dem Scratch-Day 2009 in Bochum, von dessen damaligen Teilnehmern erneut einige dabei waren.

In kurzen Referaten stellten die Teilnehmer ihre eigene Arbeit mit Scratch und BYOB/Snap! vor. Am Ende des siebenstündigen Treffens konnten in einer großen Runde Fragen und strategische Aspekte geklärt werden. Eine Reihe der Teilnehmer motivierte der ScratchDay auch an der Scratch Connecting Worlds 2013 vom 25. bis 27. Juli in Barcelona teilzunehmen.

→ siehe auch: "Ein Wirbelsturm an Ideen: Der Alternative Scratch Day in Hattingen" mit dem wir den Artikel unten - im Einvernehmen mit dessen Autor - vervollständigt haben.

Vorbereitung

Einladung zum "Alternativen Scratch Day" am Samstag 11.5.2013 in Hattingen/Bochum

Location

SatKom-Tower Hattingen

Der Scratchday 2013 fand in der raumschiffartig auf einem Bunker "gelandeten" kreisrunden siebten Büroetage des SatKomRuhr Tower statt, wo ein IT-Unternehmen seine Räumlicheiten zur Verfügung stellte.

Den Vorabend hatten 10 Scratch-Experten, die von überall aus dem deutschsprachigen Raum angereist waren, in der gemütlichen Gstromie des Ruhr Hotel an der Kost verbracht, wo einige bereits bis 2:00 morgens das "Scratch Day Feeling" aufgebaut und genossen hatten ;-)

Vorabend

Ablauf

Vorabend

Zum gemeinsamen Umtrunk und Abendessen kamen ab 18:30 nach und nach 10 Scratch Begeisterte die zum Teil von weiter her angereist waren im Ruhr Hotel an der Kost zusammen. Die letzen blieben bis 2:00 weil die Gespräche so spannend waren.

Vorbereitung im SatKom Tower

ScratchDay Hattingen

ab 8:30...während dessen trudelten nach und nach die ersten Teilnehmer ein...

Focus-Interview mit "Jung Scratchern"

ab 9:00

Frank Fleschner aus der Technologie-Redaktion des Focus Magazin (Printausgabe) hatte, für einen Artikel über "Kinder lernen Programmieren", Kontakt zu unserem Scratch-Wiki aufgenommen und war kurzerhand unserer Einladung zum Scratch-Day gefolgt und am Vortag aus München angereist. Als Gastteilnehmer im skypebasierten Scratch Club hatte er schon einiges über die informelle deutsche Scratch Community erfahren und nach Anschauen unserer Einsteiger-Screencasts Scratch sogar schon mit den eigenen Kindern (8 Jahre) erfolgreich ausprobiert.

In Hattingen wollte er nun die Scratch Experten aber vor allem auch junge aktive Scratcher kennen lernen. Daher hatten wir am Vormittag einige aktive Teilnehmer aus dem Scratch-Kurs der MCS Juniorakademie eingeladen, die er interviewte und die auch bei der späteren Foto-Session mit der vom Focus beauftragten Profifotografin Lena Böhm dabei waren.

  • Paul Geppert (13)
  • Utku Pazari (13)

Begrüßung

pünktlich um 10:00 durch Mtwoll

Frank Fleschner

Frank Fleschner vom Focus Magazin

Frank Fleschner berichtete kurz über den Hintergrund seines geplanten Focus Artikel zum Thema "Programmieren für Kinder".

Das Thema ist in den Blickpunkt der Main-Stream-Medien gerückt u.A. durch die vielbeachtete amerikanische Code.org-Initiative (bei der z.B. Bill GatesWikipedia.jpg, Mark ZuckerbergWikipedia.jpg, will.i.amWikipedia.jpg, Chris BoshWikipedia.jpg und andere VIP's auf YouTube berichten, wie sie persönlich als Jugendliche programmieren lernten) und durch Berichte über die Bildungspolitik in Estland - wo bereits in der Grundschule das Programmieren dazu gehört.

Natürlich ist Scratch nur eine von vielen Programmiersprachen für Kinder, die zu diesem Thema passen, u.A. hat er auch Input zu Lego-Mindstorm etc. gesammelt. Seine ersten Erfahrungen mit Scratch, die er zusammen mit seinen Kindern sammeln konnte, und unsere Scratch-Community haben ihn aber neugierig auf den Scratch Day gemacht.

hier ist der Artikel (erschienen am 10.6.2013):

2013 06 10 Focus Artikel1.png 2013 06 10 Focus Artikel1b.png 2013 06 10 Focus Artikel2.png
2013 06 10 Focus Artikel3.png 2013 06 10 Focus Artikel4.png 2013 06 10 Focus Artikel5.png

Joek van Montfort: Barcelona Konferenz

Joek van Montfort

Joek van Monfort aus Amsterdam ist der hauptverantwortliche Organisator der scratch2013bcn. Er berichte wie es zu dieser ersten europäischen Scratch-Konferenz gekommen ist, die Ende Juli unter dem Motto “Scratch – Connecting – Worlds” in Barcelona stattfindet. Auf dem Programm stehen eine Fülle von Präsentation, Workshops und Diskussionsrunden. Mit ihrer hochkarätigen Besetzung und 300 erwarteten Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird die Konferenz zu einem echten Scratch-Highlight werden. Aus Deutschland wird eine bislang vierköpfige Delegation teilnehmen.

Prof. Eckart Modrow (via Skype)

Prof. Eckart Modrow

Prof. Eckart Modrow, der sich in Niedersachsen für den Einsatz von Scratch und dem Ableger Snap!/BYOB im Unterricht stark gemacht hat, konnte über Skype dabei sein und gab einen Überblick über die Vorzüge der grafischen Programmierung, die effizienter und weniger fehleranfällig für den Unterricht geeignet ist.

Er berichtete von Erfahrungen mit textbasierten Programmiersprachen einerseits und Scratch andererseits im Informatikunterricht.

Textbasierte Programmiersprachen verbrauchen zu viel Zeit mit Syntaxproblemen. Deswegen kommen inhaltliche Informatik-Konzepte zu kurz. Auch kommt es immer wieder zu Motivationsproblemen auch bei eigentlich interessierten Schülern.

Warum gibt es nicht mehr Bereitschaft bei Lehrern, Scratch zu unterrichten? Kenntnisse in textbasierten Sprachen stellen einen Besitzstand an Wissen dar, der ungern aufgegeben wird.

Statistik, Säulendiagramm: Leistungsvergleich von Schülern, die mit Scratch unterrichtet wurden im Vergleich zu denen, die mit textbasierten Sprachen gelernt haben. Scratch-Schüler waren konzeptionell deutlich besser und sogar in der Implementierung etwas im Vorteil gegenüber der textbasiert ausgebildeten Gruppe.

siehe dazu auch die Artikel von Prof. Modrow hier: Kategorie:Publikation

Fritz Hasselhorn

Fritz Hasselhorn

Der Tipp auf Fritz Hasselhorn, der sich - nur eine Woche vorher angefragt - dankenswerterweise spontan entschieden hatte dabei zu sein, kam von Prof. Eckart Modrow, mit dem wir schon länger im Kontakt standen, seit Jens Mönig ihn uns als den „BYOB/SNAP!“-Technology-Evangelisten des Nordens empfohlen hatte.

Fritz Hasselhorn hat es mit Mithilfe seiner ehemaligen Schüler und hohem Engagement geschafft, die Bedeutung des Fachs Informatik an seinem Gymnasium Sulingen erheblich zu steigern, was zu mehr und motivierteren Teilnehmern in Grundkursen, einem Leistungskurs und vielen Abiturienten die Informatik studieren oder anderweitig beruflich nutzen wollen führte.

2013 war das Gymnasium Sulingen die erste Schule im Bundesgebiet, an der BYOB von der Klasse 7 bis zur Abiturklausur eingesetzt wurde und auch Abi-Klausuren darauf basierten, obwohl die "Freigabe der Programmiersprachenwahl" in Niedersachesen erst in 2014 offiziell wird.

Das Gymnasium Sulingen hat ein Konzept für Informatik in ihrer Schule, das systematisch an vielen Stellen gleichzeitig wirkt:

  • Einem ausgedehnten Wahlpflichtbereich ab Klasse 7, der Informatik nicht losgelöst, sondern fächerübergreifend mit Biologie (Bewegung von Insekten) oder Physik umsetzt und so 40-50% aller Schülerinnen und Schüler eines Jahrgangs anzieht,
  • Konsequente Förderung der Talente durch vielfältige Unterstützung der Schüler bei Informatik-Wettbewerben aller Art
  • Eine systematische Qualitätsentwicklung des Unterrichts
  • nachhaltige Entwicklung des Kollegiums,
  • verschiedene Kooperationen mit Nachbarschulen sowie der Hochschule Bremen
  • Und einem speziellen Mädchenförderprogramm, in dem Schülerinnen der höheren Kurse in unteren Klassen als Tutorinnen den Unterricht mit gestalten und so als Vorbild wirken, so dass der Mädchenanteil in den Informatikkursen anstieg.

So erreicht die Schule eine Anwahlquote für Informatik von 73% eines Jahrgangs in Klasse 10.

Übrigens wurde ausgelöst durch die Preisverleihung „Informatik in Schulen“ im März 2011 an die beiden Gewinnerschulen "Gymnasium Sulingen" und "Grundschule Oldenburg-Nadorst" dieser Werbefilm produziert, der Schüler, Lehrer, Schulleiter und Eltern dazu anspornen soll, sich gemeinsam für mehr Informatikunterricht in ihrer Schule einzusetzen.

Links von hier

Die Berichte von Fritz Hasselhorn und seine Dokumente dazu haben die Teilnehmer ziemlich begeistert: So etwas müsste bundesweit „Schule machen“.

(...to be continued...)

MCS-Jung-Scratcher stellen sich vor

MCS Scratcher

Nachdem einige unserer 11-13 jährigen Gäste vom MCS-Scratchkurs sich während der "Erwachsenen-Vorträge" offensichtlich schon etwas gelangweilt hatten (ihre mobilen Daddel-Maschinen halfen ihnen aber wohl darüber hinweg ;-), bekamen wir sie wieder munter:

Sie durften sich und ihren Start mit Scratch den anderen Teilnehmern vorstellen und natürlich ihre besten Scratch-Projekte präsentieren. Speziell die Version von "Doodle Jump" des 13-jährigen Scartchers Utkus beeindruckte ("das ist das Original", eine Spielfirma hat damit später Millionen verdient... ;-).

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"Doodle Jump"

...natürlich fanden es alle Anwesenden toll, dass die selbstgemachten Scratch-Spielchen vielleicht mehr Aufmerksamkeit der Kids bekommen könnten, als das reine Konsumieren kommerzieller Daddel-Spiele ;-)

Es kam zu einer kleinen Diskussion darüber, in weit weit die selbstgemachten Scratch-Spiele und Multimedia-Anwendungen von Jugendlichen - die durchaus das Niveau von Zynga-Browserspielchen wie FarmVille erreichen und überschreiten können - von globalen Mega-Konzernen als Bedrohung ihrer Geschäftsgrundlage aufgefasst werden könnten...

Pacman auf Scratch versuchte der japanische Spielekonzetrn Namco zu verbieten

In 2011, Namco sent a DMCA notice to the team that made the programming language Scratch saying that a programmer had infringed copyright by making a Pac-Man game using the language and uploading it to Scratch's official website.[94]


Scratch auf dem iPhone wurde von Apple nach drei Monaten - die sie wohl brauchten, um zu bemerken, dass dies >3.000.000 kostenlose Spiele ermöglichte (Anwend/Projekt-Zahlen) - wieder aus dem App-Store entfernt

Ergänzung: Inzwischen gibt es so viele (Millionen?) von Kinder nach-programmierte Kultspiele in Scratch, dass die Hersteller möglichweise aufgegeben haben, das Thema zu verfolgen.

Kommunikationspause + Foto-Session

  • Focus-Fotografin Lena Böhm ( www.lenaboehm.de ) macht Bilder von unseren MCS-Jungscratchern draußen im Gewerbegebiet
  • Bunkerbesichtigung über Feuertreppe und Notausgang
  • Gruppenfoto vor dem Tower mit allen Teilnehmern

Jens Mönig

→ Ausführlich unter: Jens Mönig am Scratch Day 2013
Jens Mönig

Auf das Zusammentreffen mit Jens Mönig hatten sich viele Teilnehmer gefreut, weil er wie kein Anderer in Deutschland die Entwicklung von Scratch mitgeprägt hat und im direkten Kontakt mit den Leuten vom Lifelong Kindergarten am MIT Media Lab , zunächst Scratch stark weiterentwickelt und später in Zusammenarbeit mit der University of California, Berkeley die Programmierumgebungen Build Your Own Blocks (Programmiersprache)Wikipedia.jpg und Snap! als eine Art "Fortsetzung von Scratch" entwickelte. Durch Jens Arbeit können die Konzepte von Scratch auch in der Oberstufe bis zum Abitur und in Universitätsvorlesungen, wie "Algorithmen und Datenstrukturen" eingesetzt werden, wo es das Potential hat, die Art wie komplexe Begriffe der Informatik verstanden werden können, zu revolutionieren. Außerdem läuft Jens' Scratch-Fortsetzung Snap! auch auf iOS-Systemen, da es auf Javascript basiert, während Scratch 1.x Squeak+Java und Scratch 2.0 Flash nutzen.

Jens hielt einen mitreißenden Vortrag über seinen Weg vom ersten Kontakt zu Scratch, das ihm zunächst zur Berufung und später zum Beruf wurde. Besondes eindrucksvoll schilderte er seine Begegnungen mit den damit verbundenen Menschen, speziell den Leuten vom Lifelong Kindergarten am MIT Media Lab und der University of California, Berkeley, die "brennen" um Wissen besser vermitteln zu können und ihn zur ständigen Weiterentwicklung vom BYOB und Snap! anspornten.

Joek van Montfort: Hintergrundinformationen

Drei Mitglieder des scratch2013bcn Organisations-Teams waren zu Gast: Jens Mönig, Joren Lauwers und Joek van Montfort

Joek van Monfort beantwortete Fragen der Teilnehmer zu seinem Hintergrund und erzählte, wie er nach einem Mathematikstudium von der "experimentellen Musik" zu einem IT-Job bei der holländischen Eisenbahn und von dort zu seine neue Karriere als freier Scratch-Coach kam und schließlich hauptamtlicher Kümmerer um die europäische Scratch-Konferenz wurde. "Idealismus und Spaß an dem was man tut" war offensichtlich einer seiner Leitgedanken auf diesem Weg.

Mittagspause

Pizza-Pause ;-)

Die Teilnehmer vertilgten begeistert vier riesige Bleche dieser "Programmierer Nahrung" ;-)

Prof. Rolf Becker

Prof Rolf Becker

Das Leitthema von Prof. Rolf Becker war die Verbindung von Scratch zur physischen Welt über Sensorik und verschiedene Elektronik-Lösungen. Neben dem Klassiker Scratch-Board präsentierte er eine interessante Alternative von Arduino, die in der sog. Fritzing-Box erhältlich ist. Sie bietet viel mehr Variantenreichtum, z. B. um mit zwei Schiebereglern ein an einen Game Controller erinnerndes Gerät zu bauen.

Als Video führte Rolf Becker vor, wie ein Eisbrecher-Programm in Veranstaltungen mit Kindern wirkt. Die Spielfigur wird dabei über einen Lautstärkesensor mit möglichst lautem und andauerndem Geschrei gesteuert. Ein Aufenthalt vor den Teilnehmern wird nicht empfohlen, der Schallpegel ist beeindruckend.

Ein weiterer Beweis, dass Scratchen auch zu Sport werden kann, stand anschließend zum Ausprobieren bereit. Von Jugendlichen gebaute taschenbuchgroße Taster (Holz und Elektronik) wurden zu beiden Seiten eines großen Tisches verteilt. Damit wurde ein Pong-Spiel gesteuert, was zu einer bewegungsintensiven Pause führte.

Frank Sperber

Frank Sperber aus Siegen
Frank Sperber aus Siegen berichtete kurz über seinen Weg zu Scratch und die Motivation für sein Engagement, Scratch lokal in Siegen zu verbreiten. Als Vater kam er vor rund 3 Jahren bei der Suche nach sinnvollen Computeranwendungen auf Scratch. Nachdem er sich in seinen Studienjahren immer über das lästige textuelle Coding mit seiner Anfälligkeit für Tipp- und Syntaxfehler ärgerte, sprach ihn das gesamte Scratch-Konzept sofort an.

In seinem beruflichen Umfeld bemerkt er immer wieder, wie wenig eine "digitale Alphabetisierung" selbst bei jüngeren Kolleginnen und Kollegen ausgeprägt ist. Dadurch machen sich die Einzelnen das Leben nicht leichter, und auch für ein Unternehmen geht einiges an möglicher Effizienz beim Einsatz von IT-Werkzeugen verloren.

Nach einem Lehrjahr in Scratch führt Frank Sperber nun nach 2012 in diesem Jahr zum zweiten Mal einen Scratch Day in Siegen durch siegen.scratch-dach.info. Bei seiner Arbeit mit Scratch und Kindern und Jugendlichen hat er festgestellt, dass Mädchen eher über den medialen Teil (Kostüme, Klänge, Animationen) zu Scratch finden, während Jungen viel Energie in Projekte mit LEGO-WeDo und das Picoboard einbringen. Dies könnte der frühkindlichen sozialen Prägung geschuldet sein, die immer noch mit klassischen Rollenbildern behaftet ist. Mit dieser Kenntnis kann man Scratch-Angebote entsprechend ausrichten.

Das Scratch Wiki Team stellt sich vor

Scratch-DACH-Wiki-Team

Das Scratch Wiki ist ein freies, gemeinschaftlich geschriebenes Wiki, das Informationen über die Programmiersprache Scratch, deren Websites, Geschichte und begleitende Phänomene enthält. Das Wiki wird vom Scratch Team unterstützt, aber ist im wesentlichen von Scratchern geschrieben, von denen einige zu Besuch waren um ihre Arbeit vorzustellen:

Das Scratch Wiki ist eine beliebte Quelle für Informationen über Skripte und Anleitungen die ständig weiter wächst, weil es Scartcher als ihre erste Informationsquelle nutzen.

Das erste offizielle "Schwester-Projekt" ist dieses DACH-Scratch-Wiki in deutscher Sprache, das im Februar 2012 gestartet wurde und bereits über 300 Artikel enthält (Stand: September 2012), die von einer sehr aktiven Gemeinschaft aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gepflegt werden. In diesem Vortrag vorgestellt haben sich folgende unserer Wiki-Autoren:

von unseren Wiki-Autoren, der engeren Scratch-Community, konnten folgende am 11.5.13 leider nicht dabei sein:

eigene Vorträge am 11.5.13 hatten folgende Wiki-Autoren:

durch den 11.5.13 angeregt beim Scratch-Wiki mitzumachen wurden:

siehe auch:

Joren Lauwers

Joren Lauwers

Joren Lauwers ist mit seinen 18 Jahren der Scratch-Community als JSO, einem der Haupt-Administratoren des englischsprachigen Scratch-Wikis ( http://wiki.scratch.mit.edu/ ) bekannt. Als Belgier versteht Joren deutsch zwar, kann es aber nur mäßig sprechen. Darum hielt er seinen Vortrag in englischer Sprache. Mit 11 Jahren hatte er sich in den Kopf gesetzt programmieren zu lernen und - nachdem er keine Bücher über Programmiersprachen in seiner Sprache fand und die englischen noch nicht verstand - einfach "programming for kids" mit Google gesucht. So war er bei Scratch gelandet und dort - zunächst natürlich mit Blöcken in seiner Heimatsprache - zum passionierten Spiele-Entwickler geworden. Sein engagierter Einsatz fiel dem Scratch-Team auf und so wurde er als Beispiel für einen "jungen Scratcher aus Europa" 2008 - als einer von fünf internationalen "gesponsorten" Gast-Teilnehmern (ein zweiter war Jens Mönig s.o.)- auf die erste MIT-Scratch-Konferenz eingeladen. Er begann später auch mit Web-Programmierung und entwickelte die Scratch-Mediensammlung.

Das englischsprachige Scratch-Wiki war durch einige Scratcher spontan auf der kostenlosen Wikia-Plattform gestartet (siehe Scratch_Wiki#History, die später aber als zu "werbelastig" für eine Kinder-Internetumgebung empfunden wurde. Vom MIT-Scratch-Team bekam Joeren die Aufgabe, das Scratch-Wiki auf einen vom MIT betriebenen Wikimedia-Server "umzuziehen", der in die Scratch-Homepage integriert wurde. Seit dem ist er "Chef-Administrator" des Scratch-Wikis dort. Er entwicklte auch die erste Version des Scratch-Wiki:Hilfe:Block Plugin zur Darstellung der Scratch-Blöcke im Wiki und im Forum.

Begeistert von seinem Besuch bei und seiner Zusammenarbeit mit dem MIT-Scratch-Team, bewarb er sich nach seinem Schulabschluss für ein Studium am MIT, von dem er erst vor kurzem eine Zusage bekommen hat. Dadurch bedingt musste er seine Wiki-Aktivitäten und seine Rolle als Mitorganisatoran der Scratch Connecting Worlds 2013 in Barcelona zurückfahren - er verlässt seine Heimat schließlich für 4 Jahre nur 14 Tage nach der Konferenz.

Joren möchte aber gerne mit der deutschsprachigen Scratch-Community zusammenarbeiten und - bei Zustimmung des Scratch-Teams, auch das Thema Scratch Wiki:Interwiki voranbringen. Hierzu wurden bei der Veranstaltungen erste Verbindungen geknüpft. Unser Admin des deutschen Wikis Jonatan (ebenfalls 18) und Joren haben sich u.A. über Jorens Block Plugin ausgetauscht, das Jonatan für unser Wiki bereits "eingedeutscht" hatte. Als nächstes Projekt will Jonatan das Block Plugin gerne "internationalisieren", so dass Input- und Output-Sprache zukünftig frei gewählt werden können. Hieran arbeitet auch Blob8108. Eine ganz gute Demonstration des aktuellen Status des Block Plugin sieht man in unserem Artikel Mehrsprachenprojekte.

Alex Olinger

Alex Olinger

Alex Olinger wusste zu berichten, wie Scratch in Luxemburg fest in den Lehrplan für Informatik aufgenommen wurde und es auch schon eine Art Curriculum und Unterrichtsmaterialien dazu gibt. An den 30 weiterbildenden Einrichtungen des Landes wird Scratch damit ein Unterrichtswerkzeug. Außerdem stellte er einige Hardware-Projekte mit Arduino-Boards vor, die seine Schülerinnen und Schüler gemacht haben.


Stefan Dreier

Stefan Dreier aus Bochum berichtete, wie er zu Scratch gekommen ist. Um seinem 13-jährigen Sohn zu zeigen, dass der Rechner nicht nur eine Spielmaschine ist, sondern auch programmiert werden kann, hatte er nach ersten Versuchen mit Pascal im Internet recherchiert und war auf Scratch gestoßen. Nach kurzer Zeit waren auch der jüngere Sohn (10) und die Mutter von Scratch begeistert.

Ein Familienprojekt war der nächste Schritt. Thema: Fall der Berliner Mauer. Die verteilte Entwicklung eines einzigen Projekts erwies als noch zu komplex und kritisch für die Motivation. Deshalb wurde eine Galerie von Projekten zum Thema erstellt, zu der jedes Familienmitglied mindestens ein Projekt beisteuerte. Die Galerie wurde pünktlich (!) fertig und kurz darauf ganz überraschend auf der Scratch-Titelseite vorgestellt. Das brachte allen einen zusätzlichen Motivationskick.

Nach einer Vorführung von Scratch allgemein und eines selbst programmierten Spiels durch den Jüngeren in der Informatik-AG der Theodor-Körner-Schule (Bochum) wird Scratch inzwischen auch dort angeboten, derzeit für Schüler der Klassen 5 und 6.

Skype Kurz-Session "Hallo vom Scratch Day"

Einige unserer engagiertesten Wiki-Autoren, wie LiFaytheGoblin und Dasbloeckendeschaf hatten leider nicht teilnehmen können. Zumindest mit LiFay gab es als Ersatz eine kurze Skype-Session vom Scratch-Day, bei der mit den angereisten Teilnehmern ein paar Grüße ausgetauscht werden konnten.

dabei: Martin, Linda, Arne, Joeren

Aufruf zum Mitmachen

Beim Scratch-Wiki

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Beim Scratch Buch Projekt

Buch-Cover "Scratch für Kids"

Bei der Übersetzung

Scratch Translation Server 2013 04 27b.png

Bei der Scratch Connecting Worlds 2013 in Barcelona

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Scratch Connecting Worlds 2013 in Barcelona ist die erste europäische Scratch-Konferenz. Sie findet von 25. bis 27. Juli in, von der Citilab Barcelona zur Verfügung gestellten, Räumlichkeiten statt. Erzieher, Forscher, Entwickler und andere Mitglieder der weltweiten Scratch Gemeinschaft können die Gelegenheit nutzen um die kreativen Möglichkeiten von Scratch zu feiern und zu teilen, ob man nun Scratch-Neuling oder Alt-Eingesessener ist.

Beim Scratch-Day in Siegen

ScratchDay Siegen plakat2013.jpg

Wir laden Dich/Sie herzlich zum 2. Scratch Day in Siegen ein. Die Teilnahme ist bis auf eventuelle Verpflegung und Getränke kostenlos.

Termin

Samstag, 18. Mai 2012

14 – 18 Uhr Offener Workshop für Kinder (ab 3. Schuljahr) und Jugendliche (bis 15 Jahre) mit und ohne Eltern

Lehrerinnen, Lehrer sowie Vertreterinnen oder Vertreter von Jugendeinrichtungen und Bildungsorganisationen sind als Beobachterinnen und Beobachter herzlich willkommen. Für sie besteht im Anschluss an den offiziellen Teil des Scratch Days die Möglichkeit zum Austausch.

Veranstaltungsort

BlueBox Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung der Stadt Siegen Sandstraße 54, 57072 Siegen

Offene Diskussion

Ausklang, Verabschiedung

Das offizielle "Farewell" fand gegen 17:00 statt und langsam riss sich einer nach dem anderen aus den interessanten Diskussionen mit den anderen los und trat den Heimweg an.

Die letzten Teilnehmer halfen super beim Aufräumen mit, so dass der SatKom-Tower gegen 18:00 von den letzen verlassen werden konnte.

Zusammenfassend kann man sagen: „Wer nicht da war, hat was verpasst“ ;-)

persönliche Kommentare von Teilnehmern

...über weiteres Feedback freuen wir uns... :-)

Frank aus Siegen

Aus Siegen war Frank vom Siegener ScratchDay-Organisationsteam dabei, hier sein persönlicher Bericht:

“Es war eine tolle Veranstaltung, die noch einmal so richtig Schub für den Scratch Day in Siegen und eine eventuelle Nachfolgeveranstaltung gegeben hat. Mich hat besonders begeistert, was die Jugendlichen von ihren Projekten so berichten konnten. Der 13-jährige Lirex zum Beispiel, er hat durch Zufall den Übersetzungsserver für das neue Scratch 2.0 entdeckt und aus eigener Initiative über 60% der Worte und Sätze rund um die neue Scratch-Seite übersetzt. Oder Jonatan, der über eine Art Scratch-AG zum Programmieren gekommen ist und nun eine duales Studium in dem Bereich macht. Oder Joren aus Belgien, er hat schon mit 11 Jahren mit dem Scratch-Team in den USA im Scratch-Forum gearbeitet, dann das englischsprachige Scratch-Wiki aufgezogen und wird ab Sommer am MIT studieren. Ein Teil des überwiegend jugendlichen Teams um das deutschsprachige Wiki konnte sich ebenfalls der Runde vorstellen. Martin Wollenweber hatte mit diesem Scratch Day nach 2009 (gemeint ist der SD 2009] eine eindrucksvolle Runde zusammenstellen können. Ich hatte am Ende und habe immer noch einen wahren Wirbelsturm an Gedanken im Kopf, soviel Input konnte ich aus dem Tag mitnehmen. Jetzt freue ich mich schon, einen Teil davon in Zukunft für Scratch und das Programmieren samt Technik in Siegen umsetzen zu dürfen.”

Alex aus Luxemburg

...wollte mich noch mal bedanken für das Wochenende was ja prima über die Bühne lief. Ich fand das sehr anregend und bin noch ganz elektrisiert, unter anderem von Jens Erfahrungen in den USA: ich habe mal recherchiert was genau das "Beauty and Joy of Computing" Ding ist und mir ein Video von Dan Garcia, Transforming K-12 Computer Science: The Beauty and Joy of Computing http://www.youtube.com/watch?v=Kdr_puw7G9k angeschaut.

Wir waren ja am Freitag noch bis 2 Uhr in der Früh mit Jens, Paul und Rolf zusammen und haben uns mit ein paar zusätzlichen Bierchen darüber unterhalten wie besessen die Leute vom UC Berkeley sind, diesen Kurs unter die Lehrerschaft zu bringen... ich bin davon sehr angetan!

Von unserem letzten Treffen [gemeint ist 2009] habe ich ein neues Hobby, Physical Computing mit Arduino (und auch Hardware gesteuertes Scratch) mit nach Hause genommen. Diesmal wird es wohl das BJC sein... ein paar Tage/Wochen in Berkeley (oder MIT) zu verbringen mit Leuten die es bringen, wäre so ein Traum von mir. Ich war richtig neidisch auf unseren jungen Belgier, und würde gern das Rad der Zeit ein bisserl zurückdrehen.

[...]

Alex


Code zum Einbinden ins Forum:
[wiki=de:Scratch Day 2013 in Bochum / Hattingen]Scratch Day 2013 in Bochum / Hattingen[/wiki]
Gruppenfoto Teilnehmer am 11.5.2013.
Dank für's Foto an: Lena Böhm