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Mit Algorithmus bezeichnet man eine Folge von Anweisungen, die eine bestimmte Aufgabe erledigen oder ein Problem lösen.

Jedes Kind kennt Algorithmen wie

  • ein Modell aus ein Überraschungsei gemäß der Anleitung zusammenbauen
  • ein Lego-Modell mit Anleitung zusammenbauen
  • die Spielregeln eines Brettspiels lesen und danach spielen
  • an der roten Ampel stehenbleiben, die Ampel im Auge behalten, bei Grün noch einmal auf den Verkehr schauen und dann gehen
  • Linksabbiegen mit dem Fahrrad
  • nach einem Rezept etwas kochen


Da Algorithmen unabhängig von einer konkreten Programmiersprache sind, werden sie oft in Pseudocode niedergeschrieben. Ein Beispiel: Schriftliches Addieren

Schreibe die zu addierenden Zahlen rechtsbündig untereinander.
Von rechts nach links tue:
    Addiere die untereinanderstehenden Ziffern und einen eventuell vorhandenen Übertrag.
    Schreibe die Einerstelle der Summe unter die Ziffer.
    Wenn die Summe größer als 10 ist,
       dann merke dir die Zehnerstelle der Summe als Übertrag.
Wenn noch ein Übertrag vorhanden ist,
    dann schreibe diesen eine Stelle weiter nach links vor das Ergebnis.
Fertig!

Algorithmen sind eng mit Datenstrukturen verknüpft. Einerseits benötigen manche Datenstrukturen spezielle Algorithmen, um Daten abzulegen und wiederzufinden, andererseits können Algorithmen oft durch die Wahl von geeigneten Datenstrukturen verbessert werden.

Programmieren bedeutet nichts anderes als eine Aufgabe oder ein Problem in Teil-Aufgaben zu zerlegen, hierfür Algorithmen und geeignete Datenstrukturen zu finden und diese zu kombinieren. (Um ein Programm für einen Computer ausführbar zu machen, muss man es in einer Programmiersprache formulieren.)

siehe auch